Welttag der Philosophie am 17. November 2011 Neue Repräsentativstudie der Identity Foundation über Philosophie in Deutschland: Aufbruch zur Bypass-Demokratie und spirituelle Rückbesinnung
Die Piraten-Partei zieht ins Berliner Abgeordnetenhaus ein, in immer mehr deutschen Städten formieren sich "Occupy"-Bewegungen und die Ratlosigkeit von Politik und Wirtschaft im Hinblick auf die Finanzkrise lässt die Verunsicherung der Bevölkerung wachsen. Nur noch 8,3 Prozent aller Deutschen trauen Politikern Weisheit und Lösungskompetenz zu, 16,2 Prozent den Führungskräften der Wirtschaft. Dafür fordern fast 70 Prozent der Bevölkerung einen Gerechtigkeitstest für politische Entscheidungen. Dies sind die Ergebnisse einer Repräsentativ-Studie zum Philosophie-Verständnis der Deutschen, der gemeinnützigen Stiftung für Philosophie Identity Foundation, deren Daten von der GfK Marktforschung erhoben und vom Lehrstuhl für Soziologie der Universität Stuttgart-Hohenheim ausgewertet wurden. Bis zu zwei Drittel aller Deutschen fordern eine öffentliche philosophische Debatte über Fragen der Ethik und Moral, über Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung praktiziert eine von philosophischen Impulsen getragene „Bypass“-Demokratie an den bestehenden Institutionen vorbei und betrachtet die Philosophie als die heute maßgebliche Instanz im Hinblick auf die Konstituierung neuer Sinn- und Wertebezüge. Die Sehnsucht der Deutschen nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens findet auch in einer neuen spirituellen Sinnsuche ihren Ausdruck: Für 40 Prozent der Bevölkerung spielen spirituelle Themen und Meditation bereits eine Rolle im Alltag und 25 Prozent der Deutschen sehen in spiritueller Praxis die Basis für ein gutes Leben und Weisheit.
Pressemitteilungen und Dokumentation der Studie
Das Versagen der Eliten und die Weisheit des kleinen Mannes
Mehr als die Hälfte der Deutschen praktiziert eine philosophisch inspirierte „Bypass“-Demokratie an den Institutionen vorbei
Gerechtigkeit, Würde, Moral – drei Viertel der Bevölkerung beschäftigen sich mit grundsätzlichen philosophischen Fragen
Die neue Balance zwischen Individuum und Gemeinschaft
Meister Eckhart Preis für Amitai Etzioni
Die neue Balance zwischen Individuum und Gemeinschaft Meister Eckhart Preis für Amitai Etzioni
20. August 2009
Für seine Forschungen und wissenschaftlichen Arbeiten zum Kommunitarismus erhält Amitai Etzioni am 9. Dezember den Meister Eckhart Preis, den die Identity Foundation, Düsseldorf, gemeinsam mit der Universität zu Köln alle zwei Jahre vergibt. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und würdigt Persönlichkeiten, die sich in ihrem Werk mit dem Thema Identität beschäftigen und wegweisende gesellschaftspolitische Veränderungsanstöße geben. In der Begründung der Jury heißt es. „In einer Zeit der wachsenden Skepsis gegenüber einem entfesselten Individualismus, der in nicht unerheblichem Maße zu den jüngsten ökonomischen und sozialen Verwerfungen beigetragen hat, tritt Amitai Etzioni als unbeirrbarer Verfechter der moralischen Dimension im politischen und öffentlichen Leben auf. Als Vordenker der Bürgerbewegung verbindet er in vorbildlicher Weise wissenschaftlichen Scharfsinn mit praktischem zivilgesellschaftlichem Engagement. Er propagiert seinen berühmt gewordenen goldenen Imperativ: ‚Achte und wahre die moralische Ordnung der Gesellschaft im gleichen Maße wie du wünschst, dass die Gesellschaft deine Autonomie achtet.’ Der auf einer Überbetonung der Selbstbestimmung basierenden Identität setzt er den Mut zur Selbstbeschränkung entgegen. Er entwirft das Bild eines Ichs, das erst als Teil eines vitalen Wirs seine volle Entfaltung erlangen kann.“
Deutsch-Sein – Ein neuer Stolz auf die Nation im Einklang mit dem Herzen
29. April 2009
Im Jahr des 60. Geburtstages der Bundesrepublik Deutschland haben die Deutschen zurück zu einem Stolz auf die Nation gefunden. Knapp 60 Prozent der BürgerInnen sagen heute wieder von sich: „Ich bin stolz, Deutsche/r zu sein.“ Sogar 80 Prozent aller Deutschen sehen in der Bevölkerung eine ausgeprägte Liebe zum Vaterland. Das sind die Ergebnisse eines einzigartigen multidimensionalen Forschungsprojekts, das im Auftrag der renommierten Wissenschaftsstiftung Identity Foundation, Düsseldorf, anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt wurde. Auf eine tiefenpsychologische Untersuchung des rheingold-Instituts, Köln, im Jahr 2007 folgten Ende 2008 und im März 2009 zwei Repräsentativstudien mit 2.000 Teilnehmern durch die GfK Marktforschung, Nürnberg. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte durch die Universität Hohenheim.
Kein Miteinander der Kulturen ohne Freiheit Der Globalisierungsexperte Amartya Sen wurde mit dem Meister Eckhart Preis 2007 ausgezeichnet
30. November 2007
„Die Chance des Multikulturalismus liegt im Bekenntnis zur Freiheit. Wenn wir die Vielfalt menschlicher Bezüge anerkennen und Identität nicht allein auf kulturelle Fragen reduzieren, kann die Globalisierung neue Potenziale zur Selbstbestimmung entfalten“, so der führende Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Meister Eckhart Preis 2007, den er in dieser Woche in Köln erhielt.
Amartya Sen erhält den Meister Eckhart Preis 2007 Die Laudatio hält Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker Feierliche Verleihung am 28. November 2007 in Köln
7. November 2007
Laudator bei der feierlichen Verleihung des Meister Eckhart Preises 2007 an Amartya Sen am 28. November in Köln wird Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker, international angesehener Ökonom und wissenschaftlich wie freundlichschaftlich verbundender Weggefährte des Preisträgers, sein.
"Deutsch-Sein im Alltag“ – die neue tiefenpsychologische Studie der Identity Foundation in Zusammenarbeit mit dem rheingold-Institut Köln
26. September 2007
Berlin, 26. September 2007. Seit fast 20 Jahren politisch wiedervereinigt, hat das „neue“ Deutschland längst seinen Platz gefunden und sich als starker Staat in der globalisierten Politik und Wirtschaft positioniert. Die Innenperspektive der Deutschen offenbart jedoch ein anderes Gesicht. Eine neue qualitative Studie der Identity Foundation, Düsseldorf, zum Thema „Deutsch-Sein im Alltag“ zeigt, dass die Deutschen von einem gemeinsamen Nationalgefühl weit entfernt sind und eine festumrissene deutsche Identität für sie nicht greifbar ist.
Düsseldorf/Köln, 25. Juli 2007. Einer der führenden Wirtschaftswissenschaftler und Globalisierungsexperten, der Inder Amartya Sen, erhält in diesem Jahr den Meister Eckhart Preis.
Den zum dritten Mal ausgelobten Meister Eckhart Preis erhielt Professor Dr. Ernst Tugendhat (75), der insbesondere das Verständnis von Selbstbewusstsein und Identität neu formuliert. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma am 5. Dezember in Berlin.
Meister Eckhart Preis 2003 geht an Claude Lévi-Strauss
Dezember 2003
Meister Eckhart Preis für Claude Lévi-Strauss und Werner Spies hält Laudatio. Ein immer noch aktueller Denker - gerade in der Zeit der Globalisierungsdebatte Der französische Ethnologe und Begründer der strukturalen Anthropologie, Professor Claude Lévi-Strauss (94), Mitglied der Akademie Francaise, wird im Dezember dieses Jahres mit dem renommierten Meister-Eckhart-Preis ausgezeichnet.
Die Studie der Identity Foundation untersucht den Wert des deutschen Qualitätssiegels „Made in Germany“ – das steht für VW Käfer, Lederhosen und Pünktlichkeit. Doch der Käfer heißt heute Beetle, Lederhosen werden bevorzugt von japanischen Touristen getragen, und die akademische Viertelstunde gehört auch in Deutschland längst zum guten Ton. Aber was assoziiert die Bevölkerung heute mit der Marke Deutschland? Antworten liefert eine repräsentative Studie des renommierten Instituts für Demoskopie Allensbach, die von der Düsseldorfer Identity Foundation in Auftrag gegeben wurde.
Die neue Studie untersucht, wie sich die Manager der New Economy beschreiben, wo sie ihre persönlichen Schwächen und Stärken sehen, was sie bewegt und was sie von „Eliten“ halten. Im Auftrag der Düsseldorfer Identity Foundation haben die Mitarbeiter des Lehrstuhls für Soziologie an der Universität Hohenheim, unter Federführung von Professor Dr. Eugen Buß, ausführlich mit rund 30 - übrigens nicht nur männlichen - Vorständen und Unternehmensgründern gesprochen.
Der Amerikaner Richard Rorty, international renommierter Philosoph und Autor, erhielt den mit 50.000 Euro dotierten Meister Eckhart Preis der Identity Foundation. Die Jury zeichnete damit ein schriftstellerisches Werk aus, das "durch Prägnanz, Vielseitigkeit, argumentativen Reichtum und auch Witz hervorsticht". Die Pressemappe beinhaltet Informationen über den Preisträger und sein Werk, die Hintergründe der Jury-Entscheidung sowie den Wortlaut der Reden anlässlich der Verleihung.