Identity Edition

 

In der Identity Edition erscheinen Essays renommierter Experten und Persönlichkeiten zu grundlegenden Fragen der Identität.

Die bisher erschienenen Bände:

von Amitai Etzioni




Identity Edition, Band 1: 
„Menschsein und Mystik“
von Ernst Tugendhat

Mit seiner ermutigenden Aufforderung „Nim din selbes war“ entzündete der Mystiker Meister Eckhart im 14. Jahrhundert ein Licht, das unser Verständnis des menschlichen Daseins auch heute noch erhellen kann. Der Meister Eckhart Preis ehrt in diesem Sinne Persönlichkeiten, die in ihren Arbeiten existenzielle Fragen der persönlichen, sozialen und interkulturellen Identität aufgreifen. Der Preisträger des Jahres 2005 Ernst Tugendhat ist nicht nur einer der wichtigsten deutschen Sprachphilosophen, er zeigt uns auch in besonderer Weise, wie Mystik uns dem Geheimnis des Seins näher bringt. Wenn Ernst Tugendhat von einem Gesammeltsein in sich, von einer Seelenruhe spricht, die nicht nur das eigene Ich, das eigene Leben zum Gegenstand erhebt, sondern gleichzeitig die ganze Welt in den Blick nimmt, erinnert er uns nicht nur daran, was Mystik bedeuten kann, sondern er öffnet uns für die Wahrnehmung unserer Verbundenheit mit allem, was uns umgibt.

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Identity Edition, Band 2: 
„Sehnsucht nach Sinn“ 

von Brigitta Lentz

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ (Mt 4,4), er ist ein Wesen mit geistigen, ja, insbesondere auch spirituellen Ansprüchen. Bei der Studie „Spiritualität in Deutschland“ Stand die Frage im Vordergrund, wie sich „Spirituelles“ im Leben des Einzelnen manifestiert. Die im Jahr 2006 durchgeführte repräsentative Erhebung zeigte, dass die Suche nach dem Sinn des Lebens immer mehr Menschen beschäftigt und im Spannungsfeld von Religion und Spiritualität auf der einen Seite und einem unbekümmerten Alltagspragmatismus auf der anderen völlig neue Muster der Selbstverortung und Selbstvergewisserung entstehen. Doch der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond – so eine Weisheit der asiatischen Zen-Philosophie. Deshalb hat die bekannte Kölner Journalistin Britta Lentz einen Blick hinter die gewonnenen Zahlen und Daten geworfen und eine ganz persönliche und sehr lesenswerte Sicht auf die Ergebnisse der Studie entwickelt.

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Identity Edition, Band 3: 
„Der Homo oeconomicus bekommt Konkurrenz. Die Wiederentdeckung der Emotion in der Wirtschaft“ 

von Johannes Siegrist

„The Business of Business is Business“ – dieser berühmte Satz des Ökonom Milton Friedman hat über Jahrzehnte die Haltung vor allem der westlichen Industrienationen zur Wirtschaft maßgeblich geprägt. Der Nobelpreisträger sah im freien Spiel der Kräfte die besten Voraussetzungen für eine funktionierende Marktwirtschaft und bereitete so den Boden für das Erstarken des Homo oeconomicus, der aus nüchternem Kalkül heraus handelt. Inzwischen haben die neueren Forschungen der Neurowissenschaften erwiesen, dass Emotionen wie Vertrauen, Fairness und Solidarität in der Wirtschaftswelt mindestens ebenso bedeutsam sind wie rationales Abwägen. Mit seinem Aufsatz „Der Homo oeconomicus bekommt Konkurrenz“ lädt der renommierte Düsseldorfer Medizinsoziologe Prof. Dr. Johannes Siegrist dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen dieser wissenschaftlichen Forschung zu werfen und so eine neue Perspektive wirtschaftlichen Denkens und Handelns zu entdecken.

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Identity Edition, Band 4: "Übers Ego zum Wir"
von Amitai Etzioni

"Individualität ist ohne die Gemeinschaft nicht denkbar" – diese provokative wie aktuelle Feststellung prägt das wissenschaftliche Werk des international angesehenen Soziologen Amitai Etzioni. In seiner nun vorliegenden Veröffentlichung "Übers Ego zum Wir" zeigt der Träger des Meister Eckhart Preis 2009 eindrücklich, warum ein entfesselter Individualismus, wie er viele gegenwärtige Gesellschaften prägt, nur eine Übergangsphase sein kann und wo die Zukunftspotenziale gesellschaftlicher Entwicklung liegen. Während die Wirtschaftswissenschaften noch die Scherben, die der vermeintliche Homo oeconomicus hinterlassen hat, zusammenkehren, und der weltweite Diskurs zum Klimawandel sich an der Integration divergierender Partikularinteressen abarbeitet, liefert Etzioni ein neues Sozialdesign, das eine vitale Balance von aufgeklärtem Individualismus und gemeinschaftlicher Selbstverpflichtung zum Ziel hat.

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"Übers Ego zum Wir" von Amitai Etzioni
"Individualität ist ohne die Gemeinschaft nicht denkbar" – diese provokative wie aktuelle Feststellung prägt das wissenschaftliche Werk des international angesehenen Soziologen Amitai Etzioni. In seiner nun vorliegenden Veröffentlichung "Übers Ego zum Wir" zeigt der Träger des Meister Eckhart Preis 2009 eindrücklich, warum ein entfesselter Individualismus, wie er viele gegenwärtige Gesellschaften prägt, nur eine Übergangsphase sein kann und wo die Zukunftspotenziale gesellschaftlicher Entwicklung liegen. Während die Wirtschaftswissenschaften noch die Scherben, die der vermeintliche Homo oeconomicus hinterlassen hat, zusammenkehren, und der weltweite Diskurs zum Klimawandel sich an der Integration divergierender Partikularinteressen abarbeitet, liefert Etzioni ein neues Sozialdesign, das eine vitale Balance von aufgeklärtem Individualismus und gemeinschaftlicher Selbstverpflichtung zum Ziel hat.
(Identity Edition, Band 4: "Übers Ego zum Wir" von Amitai Etzioni, 64 Seiten, ISBN 978-3-89901-361-0, Identity Foundation (Hrsg.), 2010, J. Kamphausen, Bielefeld)
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Identity Edition, Band 5: „Die Wahrheit als Wunderkerze - Josef Beuys + die Philosophie“
von Wolfgang Zumdick

Immer mehr Menschen stellen sich die Frage, welche neuen Denk- und Handlungsformen an die Stelle des funktionalistischen modernen Blickwinkels treten könnten. „Das Zeitalter der Philosophie als Methode der Erkenntnis ist vorbei. Bewusstseinserweiterung aber ist heute ein Bedürfnis“, postulierte Joseph Beuys bereits vor nahezu 40 Jahren und nahm damit vorweg, was heute auf breiter Basis diskutiert wird. Als Künstler fand Beuys in der Kunst den Ort, an dem sich das menschliche Bewusstsein bisher am weitesten entwickelt hat – das macht sie für ihn zum zentralen Gravitationsfeld neuer Perspektiven der Selbstentfaltung und Weltgestaltung. In seinem Buch „Die Wahrheit als Wunderkerze“ entfaltet Beuys-Kenner Wolfgang Zumdick einen erfahrungsorientierten Zugang zum provokanten Philosophie- und Weltverständnis des Künstlers und zeigt, welche Wege von der dominanten Intellekt-Kultur zur „eigentlichen Sache“, einer gesellschaftlich aktiven Verantwortungsethik führen können. Für Beuys ist die künstlerische Intervention kein Gegenpol zu den Entfremdungsphänomen der Gegenwart, sondern sie zielt auf eine Entgrenzung und Erweiterung der menschlichen Erkenntnisfähigkeit ab. Dem Beuysschen Credo folgend, führt das Buch mit einer Collage aus kraftvollen Beuys-Zitaten und Werkabbildungen in einen lebendigen Prozess der Imagination, Intuition und Inspiration, in dem eine wahrhafte „Liebe zur Weisheit“ aufscheint, die den Geschmack des Zukünftigen offenbart.

Bezugshinweis: Dieses Buch ist NICHT im allgemeinen Buchhandel erhältlich. Die Auslieferung erfolgt über den FIU-Buch-Versand (Schutzgebühr 12,12 Euro zzgl. Versand 1,88 Euro). Kontakt: Rainer Rappmann, Telefon 08380/9816471, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://fiu-verlag.com/kontakt/ (Online-Bestellformular).

 

Identity Edition, Band 6: "Philosophische Exkursion MORGENLAND - Auf der Suche nach der verlorenen Weisheit"
von Rainer Zimmermann / Amir Ahmad Nasr

Gibt es so etwas wie Philosophie und abendländisches Denken in der arabischen Welt? Der Blick auf die Ölstaaten der arabischen Halbinsel wird geprägt von schwer verständlichen Gegensätzen. Einerseits die unbedingte Faszination gigantischer Turmwelten wie in Doha oder Dubai mit stark „westlichem“ Alltag, großartigen Museen wie in Katar und pompösem Opernhaus in Maskat, Oman – auf der anderen Seite gnadenlose Rigidität im Glauben wie in Saudi-Arabien und auch gegenüber den oft unter sklavenähnlichen Bedingungen beschäftigten „Gastarbeitern“. Lassen sich diese Widersprüche verstehen – oder muss man sie einfach nur hinnehmen als Teil eines „verrückten“ Evolutionsprozesses in die Moderne? In seinem Essay „Identität und Fortschritt in der arabischen Kultur“ lädt der Kommunikationswissenschaftler Rainer Zimmermann zu einer Denkbewegung ein, die zwischen dem Schauen von außen und dem Sosein des Vorgefundenen eine neue Beziehung herstellt. Seine Eindrücke einer Exkursion nach Katar und Oman lassen erahnen, wie die Wirklichkeit, die sich dem Betrachter vermittelt, auch davon abhängig ist, was das Betrachtete, Menschen, Gedanken, Lebensvollzüge, von sich preiszugeben bereit ist. Wo Öffentlichkeit klaren Formen folgt und Individualität dem fremden Besucher in subtilen Nuancen begegnet, vermitteln sich Kultur und die ihr zugrundeliegende Weisheit vor allem in ihrer Wirkung, die sie auf den Wahrnehmenden ausüben. Ein Grenzgang, der neue Einsichten ermöglicht und scheinbar unverständliche Eigenheiten der arabischen Welt in einen neuen Kontext stellt. Doch wie steht es um die universale Dimension dieser Wirklichkeit, die Weisheit vor allen Unterschieden und Grenzlinien zwischen den Kulturen? Dieser Frage geht der im Sudan geborene Blogger Amir Ahmad Nasr in seinem Essay „Deutschland, die arabische Welt und der Raum dazwischen“ nach. Aufgewachsen in Katar und Malaysia gewährt Nasr Einblicke in die arabisch-islamischen Geistesbewegungen, die seit einigen Jahren von einer jungen Generation von Denkern initiiert werden und neue Einflugschneisen für interkulturelles Verstehen und eine global gedachte Zukunft bahnen. Diese Aktivisten richten ihre Kritik ebenso gegen verkrustete Traditionen wie gegen moderne Voreingenommenheiten. Dabei betrachten sie Orient und Okzident nicht als voneinander abgegrenzte Gebiete, sondern als geistige Bewegungen, die sich berühren können. So schaffen beide Aufsätze unerwartete Zugänge, die im besten Sinne zu öffnen vermögen – für das Eigene wie das, was zunächst fremd scheint; für das, was ist, wie auch für das, was werden könnte.
(Der Band ist vollständig zweisprachig dt./engl.)

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Identity Edition, Band 7: "Philosophische Exkursion II: Andalusien - Dort, wo die Religionen vernünftig werden wollten"
von Alexander Poraj

Andalusien, das bedeutet für viele Menschen vor allem Sonne, Meer, Fröhlichkeit, gutes Essen. Die geistesgeschichtliche Bedeutsamkeit der Region hat sich über die Jahrhunderte hingegen nahezu verloren – ist jedoch womöglich aktueller denn je. Von den Römern wurde Andalusien einst als die „Schöne“ geschätzt und war ein beliebter Lebensraum und Rückzugsort. Mit dem Einfall der Mauren und dem Einzug der islamischen Religiosität, die in den Emiraten von Granada und Cordoba den entscheidenden Boden für die Blüte der Wissenschaften und der Künste gelegt haben, wurde die Region zu einem europäischen Hot Spot der Weisheitssuche. In seinem fachkundigen wie unterhaltsamen Essay geht der Theologe und Zen-Meister Alexander Poraj der Frage nach, welche geistigen Schätze sich hier im Wechselspiel zwischen abendländischer Philosophie und den monotheistischen Religionen entfalteten, wie Philosophie und Theologie sich in der Reibung aneinander entwickelten – und wie das kreative Bündnis letztlich zerbrach. Es ist eine philosophische Exkursion, die versucht, aus der historischen Spurensuche das bis heute währende Dilemma, das für beide Disziplinen aus ihrer „Scheidung“ erwuchs, verständlich werden zu lassen. Und die danach fragt, ob diese Trennung, die bis in die Gegenwart hinein unser Welt- und Weisheitsverständnis prägt und zum Teil verstellt, unausweichlich ist. Sind Glauben und Denken noch heute zwangsläufig unversöhnbare Gegenspieler? Haben sich die Religionen mit ihrem Anspruch, im Besitz einer allumfassenden Offenbahrung zu sein, ein für alle Mal von der Liebe zur Weisheit verabschiedet? Oder könnte dieser Sinn für das Größere, das Ganze, in einer Zeit, die sich in ihren Fragmentierungen verliert, auch das Denken zu neuer Größe führen? Einen Raum möglicher Antworten eröffnet in den Augen Porajs das in den letzten Jahren in immer weiteren Kreisen erwachende Interesse an Spiritualität, an der Kontemplation des Lebens im Ganzen. Weder Religion noch Philosophie, eröffnet die kontemplative Haltung einen Weg, ohne das Denken zu verleugnen, über es hinauszugehen und jene Ganzheit wieder zu schmecken, die auch am Anfang aller Religion steht. Es ist ein sanftes Lüftchen, das in einigen Nischen schon zu den andalusischen Blütezeiten wehte und womöglich heute davor steht, aufzufrischen.

Der Band ist zum Preis von 10,- Euro zzgl. 3,- Euro Versandkosten erhältlich über die Buchhandlung des Benediktushofs.