wie wir denken

 

Als wir vor mehr als zehn Jahren mit der Identity Foundation starteten, sind wir, Vorstand und wissenschaftlicher Beirat, ganz bewusst das Risiko eingegangen, einfach „nur so“, ohne präzise Vorgaben zu beginnen. Mit diesem Experiment wollten wir auch beobachten, wie sich eine Institution entwickelt, wenn sie „fließt“. Inzwischen kann man sagen, diese Vorgehensweise hat sich als erfolgreich und für die Beteiligten auch als attraktiv erwiesen.

Mit erfolgreich meinen wir, dass mittlerweile eine Reihe von Projekten verwirklicht werden konnte, die einen hohen Wirkungsgrad erzielten. Es ist ein Beleg dafür, wie sich - auch ohne steuernde Vorgaben - letztlich eine sinnvolle Ordnung von ursprünglich sehr unterschiedlichen Ansätzen inhärent entwickelt.

Wie könnte man den „roten Faden“ beschreiben, der sich heute in der Arbeit der Identity Foundation erkennen lässt? Ein wichtiges Merkmal ist sicher die Projekt-Orientierung. Wir wollen uns nicht langfristig an Aufgaben binden, weil sie uns die Möglichkeit nehmen, immer wieder neue Ansätze auszuprobieren. Eine weitere Konstante ist der Wunsch, Identitäten von in besonderer Weise meinungsbildenden Zielgruppen und die Entwicklung von den Zeitgeist in außergewöhnlicher Weise bestimmenden Themen zu erforschen. Das heißt, wir wollen wissen, wie sich Identität heute wandelt, zum Beispiel unter dem Einfluss von Eliten und von gesellschaftlichen Trends.

Mit derart singulären Projekten tätigen wir „Probebohrungen“ in unterschiedlichen sozialen Bereichen - natürlich in der Erwartung, daraus einmal verbindende Schlüsse ziehen zu können. Von der Bedeutung der Neurowissenschaften für die Identitätsentwicklung über Fragen zu Gesundheit und Glück in der Bevölkerung bis hin zur Spiritualität der Deutschen haben wir so in den vergangenen Jahren wesentliche Parameter der persönlichen Identität betrachtet, die die Befindlichkeit in der Postmoderne prägen. Auf der Managementebene sind wir der Frage nachgegangen, wie es um das Führungsverständnis deutscher Spitzenmanager steht, was die Aufsteiger der New Economy auszeichnet und welche identitären Bewegungen sich im Zuge eines neuen, bewussten Kapitalismus formieren. Auf der gesellschaftlichen Ebene hat in den vergangenen Jahren der europäische Einigungsprozess neue Identitätsprozesse in Gang gesetzt - für uns ein Grund, die Identitäten im institutionellen Europa näher zu beleuchten und - mit einem einzigartigen, dreistufigen Forschungsprojekt dem Wandel der deutschen Identität auf den Grund zu gehen.

 

Wann immer Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Projekten oder zu unserer eigenen Identität haben, würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns in Kontakt treten.