Gemeinnützige Stiftung für Philosophie

Ausstellung »Japanisches Glück«

Die ästhetische Dimension von Glücks-Erfahrungen


Eine Ausstellung zur Spurensuche zwischen West und Ost
und der ästhetischen Dimension von Glückserfahrungen

Initiiert von der Identity Foundation, gemeinnützige Stiftung für Philosophie, Düsseldorf,
realisiert in Zusammenarbeit mit der Hochschule Düsseldorf Peter Behrens School of Arts und dem Japanischen Kulturinstitut Köln

»Wenn eines die Menschen verbindet, dann ist es wohl die Sehnsucht nach Glück. Auch wenn wir nicht besonders erfolgreich dabei zu sein scheinen, wir geben nicht auf. Überall auf der Welt werden unterschiedliche Wege ausprobiert, der Glückserfahrung ein Stückchen näher zu kommen. Warum sollten wir dabei nicht voneinander lernen? Mit unserer Ausstellung ›Das japanische Glück‹ möchten wir Tore öffnen zu neuen und hier oft unbekannten Inspirationen, die das Leben lebenswert machen«, beschreibt Paul J. Kohtes, Gründer der Identity Foundation, die Idee des Projekts. 

Schönheit als Quelle des Glücks

»Schönheit ist in der offiziellen Glücksforschung bisher als Quelle des Glücks nur unzureichend erkannt. Wir streben an, mit dieser Ausstellung ein Glück des inneren Friedens in der Schönheit sichtbar werden zu lassen«, so Prof. em. Dr. Rainer Zimmermann, Co-Kurator und Vorstand der Identity Foundation. Die in Zusammenarbeit mit der Hochschule Düsseldorf Peter Behrens School of Arts realisierte Ausstellung, die ab dem 24. Mai 2024 im Japanischen Kulturinstitut Köln, gezeigt wird, öffnet die Wahrnehmung insbesondere für die ästhetische Dimension des Glückserlebens, die in der japanischen Kultur tief verwurzelt zu sein scheint.

Die experimentelle und sensorische Design-Ausstellung unternimmt den Versuch, anhand ausgewählter Objekte des alltäglichen Lebens, anhand von Designobjekten und Kunstwerken die Zusammenhänge von Glück und japanischer Ästhetik zu beleuchten. Zwanzig eingeladene Co-Autorinnen und -Autoren aus den Bereichen Kunst, Design, Philosophie, Kochen, Japanologie, Musik, Belletristik, Mode, Fotografie, Typografie und Ausstellung, die alle einen persönlichen Bezug zu Japan haben und teils dort leben, lassen mit den von ihnen ausgewählten Objekten und Installationen an dem Glück teilhaben, das sich in den sinnlichen und zugleich sinnhaften Präsentationen dieser Gegenstände vermittelt. »Es geht um die ästhetische Erfahrung der ›leisen Dinge‹, die den leisen Tönen mehr Aufmerksamkeit und Hingabe schenkt als die westliche Ästhetik. Deshalb der Ausstellungstitel ›Das japanische Glück‹. Das japanische Glück hat mit Japan wenig zu tun, mit der japanischen Ästhetik aber viel«, so Prof. Philipp Teufel vom Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf Peter Behrens School of Arts.

Die Einblicke in die japanische Kultur, welche die Ausstellung vermittelt, stellen den im Westen eher verbreiteten Glücksdeutungen aus Philosophie, Soziologie und Psychologie den Feinsinn japanischer Ästhetik zur Seite und eröffnen neue Möglichkeiten der Wahrnehmung und Deutung. »Wir empfinden es als Ehre, diese Ausstellung in unseren Räumlichkeiten präsentieren zu dürfen. Der ultimative Zweck allen menschlichen Verhaltens, die kulturellen Aktivitäten eingeschlossen, ist das Streben nach einem glücklichen Leben. Wir sind davon überzeugt, dass diese Ausstellung sowohl einen Höhepunkt unserer über 50-jährigen Tätigkeit als auch einen Ausgangspunkt für die Zukunft darstellen wird«, so Harufumi Murata, Direktor des Japanischen Kulturinstituts Köln.

Ausstellungsort

Japanisches Kulturinstitut Köln (The Japan Foundation), Universitätsstraße 98, 50674 Köln

Die Ausstellung kann bis zum 31. Juli 2024 während der Öffnungszeiten des Instituts kostenlos besichtigt werden: 

Montag bis Freitag von 9:00 bis 13:00 und 14:00 bis 17:00 Uhr sowie Samstag von 13:30 bis 17:00 Uhr. An Veranstaltungstagen ist das Institut bis zum Ende der Veranstaltung geöffnet, an den Feiertagen Pfingstmontag und Fronleichnam ist es geschlossen.

Weitere Informationen zum Japanischen Kulturinstitut Köln: https://co.jpf.go.jp

Ausstellungskonzept

Die Ausstellung beleuchtet neben der offensichtlichen Ästhetik der Objekte auch das Glück, das bei der Betrachtung, Benutzung oder der Herstellung der ausgewählten Objekte von den Kunsthandwerkern und Machern erfahren wird. Ausdauernde und harte Arbeit wird mit dem Glück der inneren Zufriedenheit belohnt. Der ausgewählte Filmbeitrag des Filmemachers Jingu Ooki über den japanische Handwerksmeister Masayuki Baba zeigt dies auf eindringliche Weise.

Die Ausstellungsgestaltung haben Studierende aus Düsseldorf aus dem Masterstudiengang Exhibition Design (PBSA) zusammen mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen von der Kunstakademie in Tallinn (EKA) entworfen. Ihre Ausstellungsgestaltung ist experimentell und spielerisch zugleich. Die Ausstellungsarchitektur strahlt Ruhe und Einfachheit aus und schafft sehr unterschiedliche Sinneseindrücke.

Ausstellungskatalog

Der Katalog zur Ausstellung »Japanisches Glück – Auf der Suche nach dem Glück des inneren Friedens durch ästhetische Erfahrung«, ISBN 978-3-9822542-6-5, ist online erhältlich: www.optikbooks.de

Glück zwischen Rationalität und Ästhetik
Drei Stufen des Glücks aus neurowissenschaftlicher Sicht
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WDR-Radio über die Ausstellung »Japanisches Glück«